Kunst und Kultur: Sitzen wir in der Falle?
Im März/April 2020 wurden Kunst und Kultur durch einen plötzlichen und harten Lockdown stillgelegt. Da öffentliches Kulturschaffen per Verordnung untersagt war, blieb die einige Möglichkeit, Aufführungen ins Internet zu verlegen. Geld verdient hat damit niemand – im Gegenteil, viele haben sich neues Equipment zugelegt und Livestreams gratis angeboten. Nur die staatlichen Rundfunkanstalten wurden für das bezahlt, was sie ohnehin schon tun: dass sie produzieren! Aber wer kann da mit ihnen konkurrieren? Es zeigt sich, dass MusikerInnen in der Pandemischen Gesellschaft neue Geschäftsmodelle benötigen – einige der alten funktionieren nicht mehr. Das Geschäftsmodell Nr.1, das sich in der Pandemie bewährt hat: Der Staatsmusiker. Es ist gut möglich, dass sich der Pandemiestaat auch künftig MusikerInnen leistet, die in Festanstellung produzieren – egal, ob jemand zuschaut oder nicht. Es ist aber auch denkbar, dass der Staat mit deutlich weniger MusikerInnen auskommt als bisher. Schließlich muss irgendwie wieder eingespart werden, was für die Pandemiefolgen [...]