Die globalen Krisen des 21. Jahrhunderts (Umweltkrise, Finanzkrise, Pandemien) sind auf der Ebene der Nationalstaaten nicht lösbar.

Darum bringen sich derzeit überstaatliche Gremien in Stellung, um eine „globale Regierung“ zu bilden, die sich mit Programmen und Slogans wie „global governance“, „build back better“, „The Great Reset“ und „stakeholder capitalism“ empfehlen.

Es sind viele guten Gedanken im Spiel, aber auch viele Interessen. Daher ist es nötig, dass die überstaatlichen Akteure von einem überstaatlichen Gremium (im Sinne eines Aufsichtsrates) kontrolliert werden.

Ich möchte vorschlagen, dass dieser „globale Kontrollrat“ aus KünstlerInnen besteht.

Begründung:

KünstlerInnen denken und empfinden ganzheitlich.

Sie spüren, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät.

KünstlerInnen haben die Fähigkeit zum utopischen Denken und Handeln.

Sie können visionäre Kraft entfalten.

Sie sind unabhängig.

Vorschlag für eine Satzung

1. Der globale Aufsichtsrat ist keine Institution. Er hat die Form eines Frei Schwingenden Netzwerks.

2. Diesem Rat kann jede/r KünstlerIn beitreten, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Bildungsgrad und finanziellen Möglichkeiten.

3. Die Legitimation zur Mitwirkung im globalen Aufsichtsrat erfolgt allein durch die Tatsache des Menschseins und das damit verbundene Recht, über das Schicksal der Menschheit mitzuentscheiden.

4. Die Äußerungen des Kontrollrats erfolgen mit den Mitteln der Kunst. Sie unterliegen der Kunstfreiheit. Eine Zensur auf globaler Ebene kann es nicht geben.

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